Schwetzingen. – Bei bestem Spätsommerwetter nutzten mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger die zweitägige Informations- und Screening-Aktion des Lions Clubs Schwetzingen und des DBW Diabetiker Baden-Württemberg e.V. (DBW), um sich über Diabetes, persönliche Risikofaktoren und Präventionsmöglichkeiten zu informieren. Die Ehrenamtlichen boten umfassende Beratung, Risikoselbsteinschätzungen sowie – bei Auffälligkeiten – direkte Blutzuckertests an.
Der Erfolg der Aktion zeigte sich nicht nur an der großen Resonanz, sondern auch an den Ergebnissen: Weniger als ein Viertel der Teilnehmenden wies ein nicht erhöhtes Diabetesrisiko auf. Rund ein Viertel lag im Bereich eines erhöhten Risikos von 5 bis 10 Prozent, innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Diabetes zu entwickeln. Besonders alarmierend: Etwa ein Drittel der Getesteten zeigte ein sehr hohes Risiko von über 10 Prozent.
Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Effizienz und Notwendigkeit der Aufklärungsarbeit. Die Diabetes-Awarenesskampagne ist Teil des globalen Engagements von Lions Clubs International, das sich bereits seit acht Jahren der Prävention und frühen Erkennung dieser Volkskrankheit verschrieben hat.
Sowohl Menschen ohne als auch mit Diabetes konnten sich darüber hinaus über das Selbsthilfeangebot des DBW informieren. Selbsthilfe ist eine ideale Ergänzung zur medizinischen Betreuung, denn neben therapeutischen Fragen ist der Alltag zu meistern. Genau hier leistet die Selbsthilfe einen wertvollen Beitrag.
Unterstützt wurde die Aktion vollständig ehrenamtlich und unentgeltlich von Mitgliedern des Lions Clubs Schwetzingen und des DBW. Auch Oberbürgermeister Matthias Steffan besuchte die Initiative vor Ort. Er informierte sich ausführlich über die Arbeitsweise und Ergebnisse und würdigte das Engagement der Beteiligten.
Die Veranstalter ziehen ein durchweg positives Fazit: Die hohe Teilnahmebereitschaft und die Vielzahl an Risikotreffern zeigen, wie wichtig niedrigschwellige Präventionsangebote in der Bevölkerung sind – und wie effektiv lokale Bündnisse aus Ehrenamt und Fachkompetenz zur Gesundheitsförderung beitragen können.



